Tag 2. Wieder stehen wir vor dem Gebäude der Eduard-Spranger-Gesamtschule in Reutlingen. Es ist der letzte Tag in unserer Rolle als Mentoren. Auch heute steht wieder viel Arbeit an. Dieses Mal sind nicht die Tonselfies im Vordergrund, sondern die Geschichte, die alle Selfies umschließen und in einen spannenden Kontext einbetten soll.

Wie also lassen sich all die unterschiedlichen, persönlichen Klang-Fragmente in einer Geschichte zusammenfügen? Da gibt es viele verschiedene Szenarien, die man sich vorstellen kann: Von futuristischen Dystopien mit körperlosen Menschen, die ihr Bewusstsein in Cybertechnik gespeichert haben, bis zu Naturkatastrophen wie Pompeji.

 

Die Schüler haben ihre ganz eigene Idee entwickelt: Die Welt wird von einer großen Naturkatastrophe heimgesucht und zerstört, übrig bleiben nur noch die in Steinen gespeicherten Tonselfies, durch welche die Menschen etwas von sich für alle Zeit zurücklassen. Wie genau diese Geschichte aussehen und umgesetzt werden soll, entwickeln die Kinder in den nächsten beiden Projekttagen mit Pia Fruth anhand des produzierten Materials.

Heute möchten wir zunächst Geräusche für die Geschichte aufnehmen, insbesondere für die Naturkatastrophe. Mit welchem Rezept lässt sich also diese tolle Geschichte klanglich umsetzen?

  1.      Man nehme unterschiedliche Musikinstrumente
  2.      Eine Prise Geräusche aus Schulhof und Umgebung
  3.      Ganz viel Kreativität und Ideenreichtum
  4.      Und natürlich: Ein Aufnahmegerät plus Kopfhörer.

Schon geht’s los. Mentoren und Schüler schnappen sich Instrumente, darunter Xylophone, Trommeln, „Regenrasseln“ und verteilen sich im Schulgebäude und auf dem Schulhof. Es wird viel Krach gemacht, man hört Hilfeschreie und laute Schritte, Türen werden zugeschlagen. Andere setzen sich sogar an’s Schlagzeug. Und jeder fragt sich: Wie klingt eigentlich eine Naturkatastrophe?

Am Ende des Tages schneiden wir die aufgenommenen Geräusche mit Audacity. Einige der auditiven Darstellungen hören wir uns noch gemeinsam an. Das Rezept ist aufgegangen – Gewitter und Donnergrollen und sogar gruselige „Flussmutanten“ sind zu hören, bei denen es einem eiskalt den Rücken herunterläuft.

 

Damit ist unsere Arbeit als Mentoren getan. Der Abschied fällt schwer, das Projekt hat uns alle begeistert und zu kreativen Höchstleistungen angetrieben. Unsere Meinung zum Projekt lässt sich in zwei Worten zusammenfassen: Gerne wieder!

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